GemeinWohlWohnen e.V.

Eine Geschichte von Obumu – von Gemeinschaft, Zusammenhalt, Solidarität und Care. 👥

Obumu, so nennen wir ein Lied, an dem wir gerade basteln. Eine erste Aufnahme haben wir bereits gesungen. Vielleicht wird es bald veröffentlicht…

Die letzten Wochen waren schwer für uns

Die letzten Wochen waren schwer für uns.

Sie waren schwer, weil zwei Menschen aus unserer Gruppe trotz Ausbildung und unbefristetem Arbeitsvertrag auf einmal abgeschoben werden sollten.

Sie waren schwer, weil eine dreiköpfige Familie – die Teil unserer Gruppe ist – völlig überraschend von der juristisch nicht haltbaren Drohung getroffen wurde, dass sie innerhalb einer Woche ihre Unterbringung im Mutter-Kind-Heim verlassen müssen und auf die Straße gesetzt werden.

Sie waren schwer, weil einige Menschen von uns vom Mangel an Assistenz und Pflege in letzter Zeit besonders betroffen waren und darunter die Selbstbestimmung leidet.

Sie waren schwer, weil es vielen von uns nicht gut ging.

Schwarzer Text auf Orangem Hintergrund: "Gemeinwohlwohnen Glossar: OBUMU. Nomen auf Luganda. Obumu ist Luganda (eine der circa 40 Sprachen, die in Uganda gesprochen werden) und bedeutet: Gemeinschaft / Zusammenhalt / Solidarität / Care. Obumu ist unser Ziel, unsere Praxis, das was uns verbindet: uns mit dir, uns untereinander und miteinander; uns alle – die ganze große Welt – mit wo auch immer wir uns gerade als Person befinden oder bewegen, uns aufhalten." Rechts oben ist ein aufgeschlagenes Buch mit einer Lupe abgebildet.


Wir haben gekämpft und gefeiert

Während die Baugrube in der Metzgerstraße 5a wächst und das Haus Woche für Woche greifbarer wird, haben wir gekämpft.

Wir sind füreinander eingesprungen und haben uns gegenseitig unterstützt. Die Abschiebungen sind verhindert oder zumindest aufgeschoben. Die juristisch nicht haltbare Kündigung wurde zurückgenommen.

Wir haben einander gehalten, uns Mut gemacht, voneinander gelernt und auch: uns gefeiert.

Fast die Hälfte der GWW‑Gruppe hat auf wundersame Weise im November Geburtstag. Falls es hier Sterndeutis oder Statistiker*innen unter den Lesenden gibt, schreibt uns gerne eure persönliche Theorie dieser Unwahrscheinlichkeit 😉

Ja, das ist Obumu. Obumu ist wunderschön – aber in schweren Zeiten auch herausfordernd, erschöpfend, zerrend.

Obumu braucht Obumu.

 

Menschen stehen beisammen und strecken ihre Hände in die Mitte. Die Hände berühren sich. Alle lächeln. Im Hintergrund ist ein Haus und eine Hecke zu sehen.


Obumu wächst und muss genährt werden

Wenn alles nach dem ursprünglichen Zeitplan verlaufen wäre, wären wir jetzt bereits in das Haus eingezogen.

So hat es sich in den letzten Wochen ein bisschen angefühlt, als würde das Universum sagen: »Der Plan war jetzt einzuziehen, also können jetzt auch die Krisen kommen, damit wir lernen dürfen, wie notwendig und wertvoll das Haus ist.«

Tja, die Dinge kommen, wie sie kommen. Und noch braucht es eineinhalb oder mehr Jahre, bis wir einziehen können.

Mehr Zeit also für uns, für unser Obumu. Denn Obumu wächst langsam, braucht Pflege und muss genährt werden – Woche für Woche, Tag für Tag, Treffen für Treffen.

Obumu gelingt nur zusammen und – {{ contact.VORNAME }} – das bedeutet: Wir brauchen dich.

Wir brauchen unsere gebündelte Kraft und alle Ressourcen, die wir (ohne Erschöpfung, ohne Überforderung, ohne Zwang und mit gutem Gefühl) teilen können.


So könnt ihr uns aktuell unterstützen

1. Wohnraum

Mehrere Menschen in unserer Gruppe suchen aktuell dringend nach Wohnraum.

Gesucht wird eine 2–4‑Zimmer‑Wohnung, idealerweise barrierefrei (aber nicht zwingend) im Stadtgebiet von München.

Der Mietpreis sollte nicht über 17–18 € / m² liegen. Die Wohnung müsste spätestens Ende Januar bezugsfertig sein.

Bitte meldet euch bei uns, wenn ihr etwas wisst oder ein Angebot machen könnt.


2. Geld

Es gibt Dinge, die gut über staatliche und private Förderungen finanziert werden können. Und es gibt andere Dinge, bei denen es immer wieder eine Herausforderung ist, die finanziellen Ressourcen aufzubringen.

Dazu gehören unter anderem:

  • Geld für Kinderbetreuung / Assistenz
    (Nein, bei weitem nicht alles wird vom Staat finanziert.)
  • Geld für juristische Kosten
    (Expertise in Sozial‑, Ausländer‑ und Familienrecht zugleich ist schwer zu finden. Falls hier wer wen kennt: schreibt uns!)
  • Geld für Lohnausfall / Lebenserhaltungskosten aufgrund einer Krisensituation
    Im Falle einer Abschiebeaufforderung erlischt auch die Arbeitserlaubnis und es besteht kein Anspruch auf Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld mehr.
  • Geld für zusätzlichen Arbeitszeitaufwand in Krisen
    Begleitungen zu Behörden, Papierarbeit, Prioritätsverschiebungen – vieles davon ist zeitintensiv und nicht förderfähig.

Insgesamt sind uns in diesem Jahr Kosten von circa 6.000 € entstanden. Weitere Kosten werden folgen.

Um diese aufzufangen, haben wir ein Crowdfunding gestartet. Bitte spendet und teilt den Aufruf mit dem Verwendungszweck „SOLIDARITÄT“.

 

JETZT SPENDEN


Obumu ist Solidarität

Okugabana naawe.
Okugabira wamu.

Diese Redewendungen aus dem Luganda lassen sich so übersetzen:

Ich teile mit dir.
Du gibst es weiter.

Obumu – Solidarität – ist ein Kreislauf, eine Spirale, die wachsen oder schrumpfen kann.

Wir sind voller Dankbarkeit, Teil einer Spirale zu sein, die trotz allem, was in dieser Welt passiert, trotz aller Krisen und Hürden beständig wächst.

In einem aktuellen Interview erzählt Lorenz Geier – zukünftiger Bewohni und Mitarbeiter im Büro‑Team – aus seinem Leben und träumt davon, wie schön es wäre, wenn neben der Metzgerstraße 5a ein weiteres solidarisches Wohnprojekt auf dem Land entstehen würde.

Ja, das wäre schön. Lasst uns träumen. Lasst uns wachsen.


Und sonst?

🎁 Am 20. Dezember ab 15 Uhr sind wir in der „Sozialen Hütte“ auf dem Schwabinger Weihnachtsmarkt zu Gast. Komm vorbei auf einen Punsch.

🎬 Am 3. März 2026 von 17–22 Uhr zeigen wir den Film „Die zärtliche Revolution“ mit anschließender Fish‑Bowl‑Diskussion. Kostenlose Tickets gibt es hier. 

🎶 Hier kannst du dir außerdem das Video unserer Veranstaltung „Jattle, BAM + Poetry“ ansehen.